Es beginnt eine Zeit der Planungen und politischen Scharmützel um das liebe Geld. Der Motorsport geht weiter, wenn auch ohne Formel 1. Beim vom ADAC Nordrhein veranstalteten Motorrad-Grand-Prix, am 20. August 1978, erleben über 100.000 Besucher, wie der Kalifornier Kenny Roberts sich den Weltmeistertitel in der Halbliterklasse holt. Im Oktober hat der „Nürburgringlauf“ mit über 5000 Teilnehmer Premiere. Planungen und Verhandlungen gehen weiter. Zugesagte Gelder werden wieder gesperrt, der Neubau wird immer wieder infrage gestellt. 1980 gehen Nürburgring-Freunde friedlich demonstrierend auf die Straße.
Der heutige ADAC-Präsident Otto Flimm stellt sich an die Spitze der Bewegung „Rettet den Nürburgring“. Schließlich scheidet der Bund aus der Nürburgring GmbH aus und zahlt 40 Millionen Mark. Da auch das Land und der Kreis zu ihrem Wort stehen und sich der ADAC über den Verein „Ja zum Nürburgring“ mit einem erheblichen Betrag beteiligt, kann endlich am 30. November 1981 der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel den ersten Spatenstich ausführen. Eröffnet wird die neue 4,542 km lange Strecke am 12. Mai 1984 mit einem großen Programm aus Show und Motorsport.
Das erste Rennen gewinnt ein damals in Deutschland noch wenig bekannter Brasilianer namens Ayrton Senna. Den Grand Prix von Europa am 7. Oktober gewinnt der Franzose Alain Prost auf McLaren. 1985 wieder ein Großer Preis von Deutschland der Formel 1 auf dem „Ring“. Michele Alboreto siegt auf Ferrari. Eine glänzende Premiere feiert das Open-Air-Spektakel „Rock am Ring“. Die Formel 1 verabschiedet sich in Richtung Hockenheim. Mit dem Truck-Grand Prix des ADAC Mittelrhein kommt 1986 eine neue Veranstaltung ins Programm, die zu einer der tragenden Säulen im Nürburgring Angebot wird. Trotz des Verlustes der Formel 1 kann 1987 der 60. Geburtstag der Rennstrecke mit optimistischem Blick in die Zukunft gefeiert werden.
Am 4. März 1988 wird der Grundstein für das neue Hotel an der Grand-Prix-Strecke gelegt. Im April folgt die Eröffnung des „MICHELIN-Pressezentrum“.
Die Grand-Prix-Strecke erhält 1989 im Bereich der Müllenbachschleife (heute die DUNLOP-Kehre) eine Rallye-Cross-Strecke mit eigener Zufahrt.
Am 2. Dezember findet die Premiere mit dem „Race of Champions“ vor 60.000 Zuschauern statt. Gleichzeit wird das neue DORINT am Nürburgring eingeweiht.
Zur Erhöhung der Sicherheit vor den Boxen wird 1991 eine neue Boxenmauer gebaut. Zur weiteren Verbesserung des Umweltschutzes entsteht eine hochmoderne Müll-Sammelstation. |