C.H.R.S.N.
NÜRBURGRING ARCHIV

 

Kein Motorsport im Jahre 1948. Dafür regieren auf der Nordschleife Baumaschinen. Die Strecke wird wieder rennfähig gemacht. Das Land Rheinland-Pfalz gibt dafür ein Darlehen von 270.000 D-Mark. Am 22. Mai 1949 beginnt mit dem Eifel-Pokal-Rennen wieder die Normalität.

Am 7. August desselben Jahres wird der „Großer Preis vom Nürburgring“ für Motorräder, Renn- und Sportwagen gefahren. Im Jahr 1950, dem ersten Jahr der Formel 1-Weltmeisterschaft, wird der „Ring“ wieder international. Zwar ist der Große Preis am 20. August noch kein WM-Lauf, da er nur für die Formel 2 ausgeschrieben ist, aber die europäische Fahrerelite ist am Start. Der Italiener Alberto Ascari gewinnt das Rennen auf einem Ferrari. 1951 kommt in den Veranstaltungskalender das ADAC-1000-Kilometer-Rennen für Sport- und GT-Wagen.

Der Große Preis von Europa am 1. August 1954 ist ein Höhepunkt in der Nürburgring-Geschichte.

 

Mehr als 400.000 Besucher werden geschätzt. Sie erleben die Deutschland-Premiere der neuen Mercedes-Silberpfeile und den Sieg des Mercedes-Spitzenfahrers Juan Manuel Fangio. Fangio bestimmt in den nächsten Jahren die großen Rennen auf dem Eifelkurs.

1955 – ein Jahr ohne die Formel 1 – gewinnt er auf Mercedes 300 SLR das für Sportwagen ausgeschriebene Eifelrennen. 1956 gewinnt er auf Ferrari den GP von Deutschland und 1957 fährt er mit einem unterlegenen Maserati das beste Rennen seiner langen Karriere und gewinnt erneut den Grand Prix auf dem Nürburgring. 1955 war der Nürburgring auch wieder für die Motorradfahrer Schauplatz von Weltmeisterschaftsläufen, allerdings mit nur geringer Zuschauerresonanz. 1957 sah es beim Motorrad-GP schon besser aus: Fast doppelt so viele Besucher wie zwei Jahre zuvor.

Insgesamt ist das Jahrzehnt geprägt von der Instandsetzung der Strecke und vom sportlichen Comeback sowohl des Nürburgrings als auch deutscher Fahrer und Marken.